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"Hier stinkt´s ja gar nicht!"

Neue-Westfälische vom 12.09.2011: hier stinkts ja gar nicht12.000 Besucher beim Tag der offenen Tür in der Müllverbrennungsanlage
Seit die in Felle gehüllten Neandertaler rund um ihr prasselndes Lagerfeuer saßen und dabei ein knuspriges Mammutsteak mampften, sind Glut und Flammen für uns Menschen offenbar ein echtes Faszinosum.
Wie sonst wäre es zu erklären, dass gestern bei strömendem Regen zehn- bis zwölftausend Menschen zum Tag der offenen Tür der Müllverbrennungsanlage (MVA) pilgerten? Obwohl dort lediglich Müll verbrannt wird.
"Halt, stopp", lenkt an dieser Stelle MVA-Geschäftsführer Rainer Müller ein, "hier wird durchaus nicht nur einfach Müll verbrannt, wir entsorgen umweltfreundlich Hausmüll und Gewerbeabfall und erzeugen dabei gleichzeitig Energie in Form von Fernwärme und Elektrizität". Wie das geschieht, welche Prozesse ablaufen, bis vom Müll nur noch ein Häufchen Schlacke und "sauberer" Rauch übrig bleibt, wurde den Besuchern auf einem Rundgang anschaulich und in auch für Laien leicht verständlicher Form demonstriert. Und dabei gab es viel zu sehen und zu bestaunen. "Boäh, ist das heiß hier", meinte der siebenjährige Jonah Hewel, nach dem er auf dem Arm seiner Mutter Burgel Hewel durch eine Scheibe Panzerglas einen Blick ins Herzstück der MVA, die Brennkammer, geworfen hatte.
Weniger beeindruckt als verblüfft äußerte sich der elfjährige Marvin Henrichs: "Hier stinkt´s ja gar nicht nach Müll, wie kommt das denn?" Natürlich weiß Rainer Müller auch auf diese Frage eine Antwort. "Wir achten sehr auf Sauberkeit" betont er, zudem wird die Luft aus unserem Müllbunker ständig angesaugt". Wer den Tag der offenen Tür der MVA verpasst hat, hat tatsächlich etwas verpasst. Denn neben vielen interessanten Informationen über thermische Abfallentsorgung in einer der modernsten und umweltfreundlichsten Anlagen ihrer Art wurde auch ein tolles, unterhaltsames Rahmenprogramm geboten. "Ich bin froh, dass mich mein Freund überredet hat, trotz des bescheidenen Wetters hierhin zu fahren", meinte die 17-jährige Steffi Feldkord.

Artikel: NEUE WESTFÄLISCHE (www.nw-news.de)