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Wie aus Abfall Energie wird

Westfalen-Blatt vom 12.09.2011: Wie aus Abfall Energie wirdMehr als 10 000 Besucher beim Tag der offenen Tür in der Müllverbrennungsanlage
Den Weg des Abfalls aus der Mülltonne über die Verbrennung bis hin zur Wiederverwendung der Schlacke im Berg- oder Straßenbau haben gestern mehr als 10 000 Besucher in der Müllverbrennungsanlage (MVA) Bielefeld-Herford verfolgt. Zum 30-jährigen Bestehen konnten Interessierte hinter die Kulissen blicken.
400 000 Tonnen Müll pro Jahr kommen am Schelpmilser Weg an. 50 Prozent davon ist Hausmüll aus Bielefeld, Herford und großen Teilen Ostwestfalen-Lippes, die anderen 50 Prozent sind Gewerbeanfälle aus Unternehmen. Die bei der Verbrennung erzeugte Energie wird effizient genutzt. Der Energie-Aspekt werde immer wichtiger, sagt Geschäftsführer Rainer Müller. "Wir sind ein klassisches Kraftwerk. Mehr als 50 Prozent der Bielefelder Fernwärme wird hier erzeugt." Mit dem Strom aus der MVA Bielefeld könnten 40 000 Haushalte versorgt werden, mit der Wärme 30 000 Haushalte. 365 Tage im Jahr, jeweils 24 Stunden lang ist die Anlage in Betrieb. Dabei, betont Müller, handele es sich um die sauberste Müllverbrennunsanlage in Deutschland. "Wir haben die besten Emissionswerte. Nach einer achtstufigen Rauchgasreinigung verlassen weitgehend saubere Abgase den Schornstein. Unsere Werte liegen 90 bis 99 Prozent unter den gesetzlichen Grenzwerten." 
Doch nicht nur die Anlage selbst konnten die Besucher gestern erkunden und sich von den 110 Mitarbeitern alle Prozesse erklären lassen. Auch das Rahmenprogramm fand großen Anklang. Mit von der Partie waren unter anderen die Abfallberatung und die Müllabfuhr der Umweltbetriebe. Der Nachwuchs erfuhr an Spielstationen, wie aus Abfall Energie entsteht. Zudem gab es viel Unterhaltung mit den Comedians "Pico Bello", um wahren Leben Peter Becker und Jürgen Voges. Die beiden zogen als "Professor Dr. Know" und "Dr. How" über das Gelände und machten ihre Späße unter anderem mit Fahrgästen der Bimmelbahn, die ebenfalls ihre Runden drehte. Gleich am Eingangstor musste sich so mancher Besucher von den Kleinkünstlern "Kommissar Frend" und seinem Kollegen "Herrn Helfer" alias Florian Edler und Philipp Brede einer scherzhaften Leibesvisitation unterziehen lassen.

Artikel: WESTFALEN-BLATT (www.westfalen-blatt.de)