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Love Parade 2010: Auswirkungen auf die Veranstaltungsbranche

DJ-Magazin 82: Love Parade 2010 - Auswirkungen auf die VeranstaltungsbrancheIn Duisburg kam es während der Love Parade 2010 zu einer tragischen Katastrophe.
Unmittelbar an einem Zugangstunnel auf das Festivalgelände brach eine Panik aufgrund beengter Platzverhältnisse aus: Zu beklagen sind 21 Tote und hunderte Verletzte. Unser Mitgefühl gilt den Angehörigen der Opfer. Laut Veranstalter bedeutet das Ausmaß der Katastrophe aus Rücksicht auf die Angehörigen das "Aus" für die Loveparade. 
Und plötzlich gibt es in Deutschland neben rund 80 Millionen Bundestrainern auch 80 Millionen Eventexperten, von denen jedoch leider nur ein Bruchteil echte Profis sind. Profi sein heißt unter anderem, die Versammlungsstättenverordnung zu kennen, Auflagen einzuhalten und zum Wohle der Besucher zu handeln. Eine Professionalisierung der Eventbranche hat 1998 mit der Schaffung des Berufes "Fachkraft für Veranstaltungstechnik" begonnen und wurde 2001 mit dem Berufsbild "Veranstaltungskaufmann/-frau" fortgesetzt. Für beide Fachrichtungen gibt es inzwischen anerkannte Weiterbildungen: Den Meister für Veranstaltungstechnik sowie den Veranstaltungsfachwirt. Die Ereignisse in Duisburg jedoch bewiesen, dass dies offenbar nicht ausreicht! Auch ohne jegliche Qualifikationen steht es jedem offen, eine Veranstaltung zu organisieren und durchzuführen oder sich auf eine Bühne zu stellen und ein Publikum zu unterhalten. Als Berufsverband Discjockey e.V. sind wir keinesfalls der Meinung, dass alles reglementiert oder staatlich kontrolliert werden sollte. Ein Mindesmaß an Fachkompetenz und -wissen halten wir jedoch für alle an einer Großveranstaltung Beteiligten für sinnvoll und notwendig! Dies gilt nicht nur für Planer und Techniker, sondern auch für diejenigen, die auf der Bühne stehen: Die Discjockeys. Aufgrund dessen setzen wir uns als Verband für die Schaffung des Berufsbildes "Fachkraft für Musikunterhaltung" ein, um nicht nur hinter den Kulissen, sondern auch auf der Bühne über ausgebildete Fachkräfte zu verfügen.