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Bünder feuern die Nationalelf an

Westfalen-Blatt vom 10.06.2012: Bünder feuern die Nationalelf anMehr als 3400 Fußballfans kommen zum Public Viewing auf Wibbelers Hof und in den Steinmeisterpark
Sie dürfen wieder aus dem Keller geholt werden: Die Vuvuzelas und die Fähnchen, die Deutschland-Schals und die Hawaii-Ketten. Die Fußball-EM 2012 ist eröffnet und das mit einem Riesen-Trubel im Bünder Land.
Etwa 3000 bunt bemalte Fußball-Fans im Steinmeisterpark, 400 auf Wibbelers Hof und zahlreiche weitere bei kleineren Public-Viewing-Veranstaltungen in der gesamten Stadt. Das gemeinsame Gucken des Fußballspiels scheint eine immer größere Bedeutung zu bekommen, Freundeskreise, Einzelpersonen oder ganze Familien haben sich am Samstag auf den Weg gemacht.
Gemeinsam wurde gejubelt und gebangt, das Spiel Deutschland gegen Portugal war für alle Zuschauer nervenaufreibend und spannend. Stand für den dreijährigen Leo zwar von Anfang an fest, dass "Deutschland gewinnt", so mussten die größeren Fans doch lange bangen. Eigentlich wildfremde Menschen wurden in den Arm genommen, für Fußball-Deutschland gehörten alle zusammen. Gemeinsam ließ sich die Anspannung besser aushalten, Fangesänge klangen doppelt ermutigend.
Dann, in der 72. Minute fiel endlich das erlösende Tor. Hatte Dennis Peitzmeier vorher mit einem "Das wird wohl nichts mehr" schon fast die Hoffnung aufgegeben, so war der Jubel nun umso größer. Sowohl auf Wibbelers Hof, als auch im Steinmeisterpark wurden Fahnen geschwenkt und Lobgesänge angestimmt, die heimischen Fußball-Fans fielen einander in die Arme. Erleichterung machte sich breit, der Sieg der deutschen Elf schien für viele sicher.
Verzweifelt waren dagegen die wenigen portugiesischen Fans, die den Weg in den Steinmeisterpark gefunden hatten. Noch bis zum Schluss konnten sie hoffen, am Ende dann mussten sie aber enttäuscht nach Hause gehen. Ganz im Gegensatz zu den deutschen Anhängern, die völlig außer sich waren. Auf Wibbelers Hof sprangen ein paar Gäste vor Begeisterung in den Pool, im Steinmeisterpark fiel man sich zunächst in die Arme und jubelte.
Und dann, wenige Minuten nach dem Abpfiff des Spiels war die Euphorie nicht mehr zu stoppen. Mit Fahnen und anderen schwarz-rot-goldenen Accessoires behangene Fahrzeuge kreisten laut hupend durch die Innenstadt. Fans schwenkten ihre Fahnen aus den Dachfenstern heraus oder saßen im Kofferraum und wirbelten sie durch die Luft. Die Siegesparty verlagerte sich auf die Straßen der Innenstadt. Zwar laut, aber friedlich wurde gefeiert. Noch eine Stunde dem Abpfiff war kein Ende in Sicht, die Bünder konnten ihr Glück kaum fassen.
"Das Spiel war so nervenaufreibend, unglaublich. Aber zum Glück gab es ein tolles Spielende", freute sich Uwe Petersen und Linda Stenke sagte: "Es waren zwar etwas zu viele vergebene Chancen, aber insgesamt war es dann doch ein tolles Spiel."

Artikel: Annika Tismer, WESTFALEN-BLATT (www.westfalen-blatt.de)

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