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Abschreiben in aller Munde - Urheberrecht in der Veranstaltungsbranche

UrherberrechtSchon zu Beginn eines Tages, beispielsweise beim Radiohören während des Frühstücks oder beim Lesen der Tageszeitung, kommen wir mit jeder Menge urheberrechtlich geschützter Inhalte in Berührung. In der Regel geschieht dies unbewusst, ohne darüber nachzudenken. Doch sowohl die Musik und Wortbeiträge im Radio als auch die Zeitungsartikel sind urheberrechtlich geschützt. Dieses kleine Beispiel zeigt, dass es kaum eine Lebenssituation gibt, in der man nichts mit dem Urheberrecht zu tun hat, wir machen uns hierüber jedoch nur selten Gedanken. Was genau steckt aber hinter dem Urheberrecht und welche Berührungspunkte gibt es hierbei für unsere Branche?
Rechtlich finden wir das Urheberrecht bereits im Grundgesetz: Artikel 14 gewährleistet das Eigentum für jeden Bundesbürger. Konkretisiert wird dieser Allgemeinposten im Urheberrechtsgesetz. In §1 heißt es "Die Urheber von Werken der Literatur, Wissenschaft und Kunst genießen für ihre Werke Schutz nach Maßgabe dieses Gesetzes." und §11 führt weiter aus: „Das Urheberrecht schützt den Urheber in seinen geistigen und persönlichen Beziehungen zum Werk und in der Nutzung des Werkes. Es dient zugleich der Sicherung einer angemessenen Vergütung für die Nutzung des Werkes."
Das Urheberrecht ist also ein sogenanntes Immaterialgüterrecht an geistigen Werken, es sichert die ideellen und materiellen Interessen eines Urhebers an seinem Werk. Die Rechte der meisten Musikschaffenden nimmt die GEMA wahr. Die Abkürzung „GEMA“ steht für „Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte“. Als staatlich anerkannte Treuhänderin verwaltet sie die Rechte von über 64.000 Mitgliedern und über zwei Millionen ausländischen Berechtigten und sorgt dafür, dass das geistige Eigentum von Musikschaffenden geschützt und sie für die Nutzung ihrer Werke angemessen entlohnt werden. (Quelle: www.gema.de) Wenn auf Veranstaltungen also Musik von einer Band aufgeführt oder über Speichermedien wie CDs oder MP3s wiedergegeben wird, muss diese Musiknutzung bei der GEMA angemeldet werden. Der zu entrichtende Beitrag basiert auf Tarifen, welche sich aus der Art des Wiedergabemediums, der Höhe des Eintrittsgeldes sowie der Größe der genutzten Veranstaltungslocation zusammensetzen. Häufig treten Missverständnisse auf: Für die Anmeldung bei der GEMA sowie die Zahlung des Beitrages ist grundsätzlich der Veranstalter verantwortlich, eine Abwälzung auf z.B. die Band oder den DJ ist nicht möglich. Häufig wird es als Auslegungssache interpretiert, ob GEMA-Gebühren anfallen: Grundsätzlich spricht man davon, dass diese für „öffentliche Veranstaltungen“ erhoben werden. Laut GEMA-Definition ist jedoch jede Veranstaltung als öffentlich anzusehen, bei der nicht Jede/r Jede/n andere/n kennt - und das ist wohl nur selten der Fall! In der Regel beginnt das Urheberrecht bei Veranstaltungen schon eine ganze Weile bevor man sich über die GEMA Gedanken machen sollte: Bei der Konzeption. Veranstaltungen leben von den Ideen, die dahinter stecken. Und eben diese Ideen sind es auch, die der Kunde „bezahlt“! Den Wert einer Idee kann man oft erst später einschätzen, wenn man den Zuspruch der Gäste, das Konsumverhalten der Kunden oder andere Faktoren ausgewertet hat. Genau genommen sind Ideen aber unbezahlbar, da sie per Definition geistiges Eigentum sind und auch bleiben. Somit „kauft“ der Kunde einer Veranstaltung die Organisation und/oder Umsetzung einer Veranstaltung auf Basis einer Idee, nicht jedoch die Idee selbst. Ein diesbezüglich falscher Gedanke ist es, bei Folgeveranstaltungen eine bewährte Idee auf eigene Faust oder aber mit einem anderen Partner umzusetzen. Dies wäre jedoch eindeutiger Ideenraub und eine klare Verletzung des Urheberrechts, wir raten ganz klar zur Vorsicht!
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