Erfahren Sie Neues

Hier erzählen wir immer wieder spannende Neuigkeiten von uns, über uns und über unsere Projekte!
 

Sicherheit auf Veranstaltungen gewinnt zunehmend an Bedeutung

Sicherheit auf Veranstaltungen gewinnt zunehmend an BedeutungAm 24. Juli 2010 waren alle Augen auf Duisburg gerichtet, kaum einer konnte fassen, was dort geschah. Auf der Loveparade entstand eine Massenpanik, es gab 19 Todesopfer sowie über 300 Verletzte zu beklagen. Doch bisher hat niemand die Verantwortung hierfür übernommen, die juristische Beurteilung dauert an.
Aber wie ist es soweit gekommen? Es gibt in Deutschland ein umfassendes Regelwerk für Veranstaltungen, welches sich insbesondere mit der Sicherheit der Besucher einer Veranstaltung befasst. An erster Stelle zu nennen ist hier die Versammlungsstättenverordnung - in NRW als Sonderbauverordnung Teil 1 bekannt. Und die hierin enthaltenen Regelungen sind nicht neu, sie werden vielmehr seit über 100 Jahren ständig weiterentwickelt und an aktuelle Rahmenbedingungen angepasst. In der aktuellen Fassung legt die Verordnung Schutzziele sowie wesentliche Bau- und Betriebsvorschriften für Versammlungsstätten fest.
Auch für diejenigen „hinter den Kulissen“ – vom Künstler bis zum Techniker – gibt es Leitfäden und Handlungsanweisungen. Herausstechend und in der Praxis angewandt sind hierbei die VBG-Branchenleitfäden, insbesondere die BGI 810: „Sicherheit bei Produktionen und Veranstaltungen“. Ebenfalls von zentraler Bedeutung sind berufsgenossenschaftliche Vorschriften und Regeln wie beispielsweise die BGV C1 „Veranstaltungs- und Produktionsstätten für szenische Darstellung“ sowie relevante DIN-Normen und Branchenstandards. In diesen Regelwerken geht es um Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit, Unfallverhütung, technische Vorschriften und auch den Gesundheitsschutz.
Da jedes Regelwerk für bestimmte Anwendungsfälle relevant ist, sind diese für jede Veranstaltung individuell zu prüfen und natürlich umzusetzen – sowohl zum Wohle des Gastes als auch zu dem der Besucher! Und auch wenn in 99% der Fälle, in den mit Regeln, Standards oder auch Gesetzen leichtfertig umgegangen wird, nichts passiert, so sind es doch die verbleibenden 1% der Fälle, von denen wir regelmäßig in der Presse lesen müssen. und das muss doch nicht sein, oder?
Übrigens: All diese Regeln und Verordnungen galten auch schon lange vor der Loveparade-Katastrophe in Duisburg... seitdem wird jedoch wesentlich restriktiver und genauer auf deren Umsetzung geachtet. Und das ist auch gut so!