Erfahren Sie Neues

Hier erzählen wir immer wieder spannende Neuigkeiten von uns, über uns und über unsere Projekte!
 

An der WM führt kein Weg vorbei - Rudelgucken

An der WM führt kein Weg vorbei - RudelguckenHeute geht es also um das sogenannte „Rudelgucken“, welches seit letzter Woche wieder „in aller Auge“ ist. Leider ist Bielefeld als Metropole Ostwestfalens die einzige Stadt in NRW, in der es kein offizielles Public Viewing gibt, in den Gastronomien und Veranstaltungszentren kann man dennoch dem gemeinsamen Spielgenuss frönen. Aber wer darf überhaupt ein Public Viewing veranstalten und mit welchem Aufwand ist es verbunden?
Grundsätzlich ist die FIFA für die Rechtevergabe zuständig. Sie unterscheidet dabei zwischen gewerblichen und nicht-gewerblichen Public-Viewing Veranstaltungen. Gewerbliche Lizenzen werden in der Regel bis ca. 1 Monat vor Beginn der jeweiligen Meisterschaft von der FIFA vergeben, für die aktuelle WM können also keine Lizenzen mehr beantragt werden! Für die Übertragung muss das Fernsehsignal des Landes genutzt werden, in dem die Übertragung stattfindet. Abgesehen von der FIFA muss eine solche Veranstaltung in Deutschland bei der GEMA angemeldet werden. Diese Notwendigkeit begründet die GEMA einerseits damit, dass im Fernsehen auch Musik wiedergegeben wird, andererseits unterliegen die Kommentare der Moderatoren dem Urheberrecht, welches von der GEMA im Auftrag der VG Wort wahrgenommen wird. Ebenfalls müssen die örtlichen Ordnungsbehörden informiert werden, gegebenenfalls fallen hierfür Gebühren an und es können Auflagen erteilt werden.
Gewerblich ist eine Public-Viewing Veranstaltung laut FIFA dann, wenn sie zu gewerblichen Zwecken durchgeführt wird. Der gewerbliche Charakter äußert sich darin, dass z.B. direkte oder indirekte Eintrittsgelder verlangt werden oder eigene Sponsoren eingebunden sind. Bei den Sponsoren ist insbesondere darauf zu achten, dass es keine Konkurrenz zu offiziellen Sponsoren der Weltmeisterschaft gibt. Das Spiel muss live und in voller Länge ab 10 Minuten vor dem Spiel bis 10 Minuten nach dem Spiel übertragen werden, auch Werbeblöcke dürfen nicht entfernt oder überblendet werden. Die Erteilung einer gewerblichen Lizenz durch die FIFA ist kostenpflichtig.
Wenn der gewerbliche Charakter entfällt, spricht man von einem nicht-gewerblichen Public Viewing. Dies trifft in der Regel auch für die Übertragung in Gaststätten und Restaurants zu. Die FIFA ist von einem nicht-gewerblichen Rudelgucken in Kenntnis zu setzen, dies kann aber auch noch nach Ende der Frist für gewerbliche Übertragungen erfolgen.
Damit die Übertragung starten kann, benötigt man als Grundausstattung einen Fernsehanschluss sowie einen Fernseher oder einen Beamer mit Leinwand. Durch die flächendeckende DVB-T-Versorgung ist der Fernsehempfang nahezu überall möglich. Der Beamer oder Fernseher sollte groß genug gewählt werden, außerdem ist auf mögliche Beeinträchtigungen durch die Sonne oder Unwetter zu achten. Wenn man rechtzeitig plant, können Beamer und Fernsehgeräte aller Größen bei einer Firma für Veranstaltungstechnik gemietet werden.
Internetquellen: www.fifa.de, www.gema.de

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok